Geschichte und Anwendungsgebiete von Kurkuma

Geschichte

Kurkuma ist eine mehrjährige Pflanze, die zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) gehört. Ihr lateinischer Name lautet „Curcuma longa“ und ist eine Adaption des arabischen „al-kurkum“, was ursprünglich „Safran“ bedeutet. Daher wird Kurkuma auch des Öfteren als Safranwurzel oder Gelbwurzel bezeichnet und auch verkauft. Lassen Sie sich daher an fernöstlichen Märkten nicht täuschen, wenn Ihnen ein Händler Kurkuma anstatt dem weitaus teureren Safran verkauft. Äußerlich ähnelt Kurkuma nicht nur der Ingwerwurzel, sondern ist, wie oben erwähnt, Teil der gleichen Familie. Im Gegensatz zum Ingwer hat Kurkuma jedoch eine gelb-orange Farbe. Die Kurkuma-Pflanze kann bis zu einem Meter hoch werden.

Wie Schilf oder Bambus vermehrt sich Kurkuma nicht über Samen, sondern durch unterirdische Wurzelausläufer, die sogenannten Rhizomen. Die Rhizome werden geerntet und entweder als Wurzel frisch im Laden verkauft oder zu Pulver getrocknet, vertrieben.

Ursprünglich stammt Kurkuma aus Indien und Südostasien. Seit über 4000 Jahren ist die Wirkung von Kurkuma bekannt und sie wird in Fernost als heilige Pflanze sehr geehrt und geschätzt. Kurkuma wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und in der indischen Ayurveda-Lehre als äußerst effektives Heilmittel verwendet.

Man vermutet heute, dass der berühmte italienische Händler und Entdecker Marco Polo die Pflanze beschrieb und nach Europa gebracht hat. Später wurde Kurkuma, wie viele asiatische Gewürze, durch arabische Händler über die berühmte Seidenstraße von China über Indien und Zentralasien nach Europa, genauer nach Spanien transportiert und dort in der Küche zum Kochen und Würzen verwendet.

In Indien galt die Pflanze lange als heilig und wurde bei religiösen Riten von Gläubigen verehrt. Auch heute gehört Kurkuma zur Hindu-Kultur und ist fester Bestandteil vieler religiöser Rituale. Kurkuma gilt in Indien als Glücksbringer. An diversen Festen wird das gelbe Pulver auch in die Luft geworfen oder die Menschen, gerade hinduistische Hochzeitspaare, reiben sich Ihre Stirn, Gesicht, Arme und Beine mit einer Kurkuma Paste ein. Dies soll helfen, das Brautpaar vor schlechten Geistern zu schützen. Im Weiteren garantiert es einen glänzenden Teint bzw. den Wangen eine goldene Färbung und soll ein gesundes Hautbild ergeben.

Anbau- und Anwendungsgebiete

Indien ist mit Abstand das größte Anbauland von Kurkuma. Da es in der indischen Küche als eines der wichtigsten Gewürze gilt, werden rund 80-90 Prozent der weltweiten Kurkuma-Ernte auch in Indien verbraucht. Weitere wichtige Anbaugebiete sind China, Indonesien, Vietnam, Philippinen und Südamerika. Die Wurzelstöcke der Kurkuma-Pflanze werden nach der Ernte gekocht, getrocknet und zu Pulver vermahlen oder frisch als Wurzel in die Welt exportiert.

Kurkuma-Pulver ist aus der indischen Küche nicht wegzudenken. Es wird zum Würzen und Färben zahlreicher Gerichte verwendet. Die englische Kolonialherrschaft in Indien brachte Kurkuma seinerzeit nach England, wo es Bestandteil des bekannten gelben Currypulvers wurde.

In unseren Breitengraden spielt Kurkuma als Gewürz für Speisen eine eher untergeordnete Rolle. Wenn dann wird es wie bereits beschrieben im Curry Pulver verwendet. Der gelbe Farbstoff wird entweder von der Lebensmittelindustrie benutzt, um Senf oder Teigwaren gelb zu färben oder als natürliches Färbemittel in der Kosmetikindustrie. So ist der Farbstoff der Kurkuma-Rhizome fast identisch mit dem Glykosid, das Safran seine typisch gelbe Farbe verleiht. Kurkuma hat jedoch ein völlig anderes Aroma als Safran und ist deshalb kein geeigneter Ersatz für das sehr teure Safran, das aus Fäden der Safran Blume gewonnen wird.

In jüngster Zeit wird Kurkuma immer mehr als „der Superfood“ in der Naturheilmedizin entdeckt und dies zurecht. In der ayurvedischen Medizin wird Kurkuma schon lange gegen eine Vielzahl von Krankheiten verwendet. Bei uns ist die Einnahme von Kurkuma vergleichsweise noch relativ neu. Die Wirksamkeit von Kurkumin wird derzeit in verschiedenen Studien des National Cancer Institutes genauer untersucht:

  • Kurkumin zur Behandlung von HIV-infizierten und nicht infizierten Frauen, die an einer Präkanzerose leiden, bei der Zellen auf der Oberfläche des Gebärmutterhalses wachsen. In dieser Studie wird untersucht, wie Kurkumin dazu beitragen kann, das präkanzeröse Zellwachstum zu verlangsamen, zu zerstören und gar zu verhindern.
  • Kurkumin zur Behandlung von Patienten mit Prostatakrebs, der zuvor durch eine Operation entfernt wurde. In dieser Studie wird untersucht, wie Kurkumin das Wiederauftreten von Prostatakrebs nach der Operation stoppen, vermindern und sogar verhindern kann, indem es Enzyme blockiert, die für das Zellwachstum erforderlich sind.
  • Kurkumin zur Behandlung des humanen Papillomavirus (HPV). Diese Studie untersucht, wie Kurkumin möglicherweise das Wachstum von Präkanzero- oder Krebszellen verlangsamen, zerstören oder verhindern kann.
  • Kurkumin in Verbindung mit Ursolsäure zur Behandlung von Prostatakrebs. Diese Studie untersucht, wie Nahrungsergänzungsmittel wie Kurkumin und Ursolsäure das Fortschreiten verlangsamen oder gar stoppen können.
  • Kurkumin gegen Gelenkschmerzen bei Überlebenden von Brustkrebs, die mit Aromatasehemmern, einer Medikamentenklasse zur Behandlung von Brustkrebs, behandelt wurden. Diese Studie untersucht, wie Kurkumin die Gelenkschmerzen bei Brustkrebs-Überlebenden sowie die Gelenkschmerzen bei Patientinnen mit Osteoarthritis und rheumatoider Arthritis verringern kann.

Forschungen zufolge ist Kurkuma ein stark entzündungshemmendes Mittel.

Einer der Hauptgründe, warum Sie Kurkuma in Ihre Ernährung aufnehmen sollten, sind Entzündungen. Eine akute, kurzzeitige Entzündung ist sehr wichtig zu bekämpfen. Ihr Zweck besteht darin, Krankheitserreger zu kontrollieren und zu eliminieren und beschädigtes Gewebe zu entfernen, damit der Körper heilen kann. Ohne sie würden Krankheitserreger Ihren Körper übermannen, und Sie würden im schlechtesten Fall sterben. Obwohl eine kurzlebige Entzündung notwendig ist, kann sie zu einem großen Problem werden, wenn sie chronisch wird und das gesunde Gewebe Ihres Körpers angreift. Experten gehen davon aus, dass Faktoren wie Übergewicht, Stress, Alkohol und Rauchen zu chronischen Entzündungen beitragen können. Der Einfluss, den sie auf Ihren Körper haben, kann von Allergien und Arthritis bis hin zu Diabetes und Herzkrankheiten reichen.

Häufige Symptome von chronischen Entzündungen sind:

  • Körperschmerzen und morgendliche Steifheit in einem oder mehreren Gelenken
  • Schlaflosigkeit und chronische Müdigkeit
  • Angstzustände und Depressionen
  • Chronische Obstipation, Durchfall und saurer Reflux
  • Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme
  • Wiederkehrende Infektionen

Kurkumin wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Tatsächlich ist es laut Forschung so stark, dass es genauso wirksam ist wie einige entzündungshemmende Medikamente, jedoch ohne deren Nebenwirkungen. Den Forschern zufolge ist Kurkuma in der Lage, chronische Entzündungen zu bekämpfen und so zur Vorbeugung und sogar zur Behandlung bestimmter Krankheiten beitzutragen.

Forschungen der UCLA-Neurologie deuten darauf hin, dass das geringe Auftreten von Alzheimer in Indien möglicherweise auf genetische Ursachen oder den regelmäßigen Verzehr von Curcuma-Curries zurückzuführen ist. Kurkuma wird in Indien täglich gegessen und könnte ein Faktor sein, der die niedrige Rate der Alzheimer-Krankheit in diesem Land erklärt.

Bei der Suche nach neuen und wirksamen Medikamenten zur Bekämpfung von Krebserkrankungen weist die Forschung auf den Kurkumawirkstoff Kurkumin hin. Kurkumin hat Studien zur Folge eine krebsbekämpfende Wirkung gezeigt, indem es auf verschiedene Zellsignalwege abzielt. Es hat auch das Potenzial, neurodegenerative, kardiovaskuläre und entzündliche Krankheiten zu bekämpfen.

Widmen wir uns dem Thema Krebs aber doch noch ein wenig genauer.

Was wird alles über die Krebsheilung geschrieben. Krebs ist mittlerweile die Nr. 1 Todesursache in der westlichen Welt. Es gibt kaum einen Stoff, welcher nicht in irgendeiner Form in Verdacht gekommen ist, er sei nicht krebserregend. Wie Sie sehen, ist das Geschäft mit Krebs ein gewaltiges, ein sehr großes sogar.

Viele Pharmakonzerne konzentrieren sich auf die Entwicklung von Krebsmedikamenten, welche Sie zu sehr teuren Medikamentenpreisen nachher über Ärzte an Patienten verabreichen können und sich im wahrsten Sinne des Wortes die Taschen mit Geld füllen können.

Doch nun zur Frage, was ist denn eigentlich Krebs?

Vereinfacht gesagt, ist Krebs ein Sammelbegriff für verschiedenartige Krankheiten mit gleichen Merkmalen: Normale Zellen vermehren sich plötzlich unkontrolliert und werden zu Krebszellen. Die meist bösartigen Krebszellen wachsen und vermehren sich und dringen in umliegendes Gewebe ein und zerstören dieses. Die meisten Krebszellen haben die Fähigkeit sich von ihrem angestammten Entstehungsort zu lösen und sich an einer anderen Stelle im Körper neu zu formieren und Ableger (sogenannte Metastasen) zu bilden.

Haben Krebserkrankungen in den letzten Jahren tatsächlich zugenommen?

So wie die Menschheit stetig wächst und vor allem immer älter wird, so haben auch Krebserkrankungen exponential zugenommen. Es gibt viele Thesen, wie und warum Krebs entstehen kann. Die häufigsten sind das Alter, die DNA (genetische Faktoren), der Lebensstil (Rauchen, zu fettige und zu süße, industriell verarbeitete Nahrung, zu wenig Bewegung usw.) sowie weitere Einflüsse (ungesunde Luft, Strahlung usw.).

Die entscheidende Frage stellt sich nun, ob Kurkuma bzw. deren Wirkstoff Kurkumin wirklich gegen Krebs wirksam ist, oder nicht? Nun, da gibt es wie bei jeder Krankheit Sensationsnachrichten im Internet in Massen.

Aber Achtung: Solche Nachrichten gibt es immer und sind mit sehr großer Vorsicht zu genießen. Es gibt in der Tat zahlreiche Studien, welche sich damit befassen, ob Kurkumin (der Hauptwirkstoff im Kurkuma) überhaupt einen Effekt gegen bösartige Krebszellen haben kann.

Krebs ist eine Zellerkrankung, sehr komplex und vielseitig und bis zum heutigen Tag gibt es kein Wundermittel, dass man einnehmen kann und der Krebs ist binnen 24 Stunden weg. Krebs sollte auf verschiedenen Ebenen bekämpft werden. Es gibt Krebspatienten, denen wurde der Tumor entfernt aber das eigentlich Grundproblem, das krebsauslösende Problem, blieb bestehen. So entstand der Krebs von neuem, einfach an einer anderen Stelle und der ganze Prozess von Bestrahlung über Chemotherapie ging wieder von vorne los. Was ist damit gemeint? Ein einfaches Beispiel: Wenn Sie bei Ihrer Arbeit mit krebsauslösenden Faktoren in Kontakt stehen, dann nützt es nichts, den Krebs immer wieder mit den zur Verfügung stehenden Mittel zu bekämpfen. Sie müssen die auslösende Quelle zwingend und für immer meiden.

Was kann mal also dagegen tun?

Es wird empfohlen, nicht nur die Ernährung und Lebensgewohnheiten anzupassen, sondern auch die psychische Komponente nicht zu unterschätzen. Wer beispielsweise in einer Partnerschaft über Jahre unter dem anderen Partner leidet (was immer auch die Ursachen und Probleme sind), kann unter Umständen an Krebs erkranken. Diesen Umstand muss man erstmal akzeptieren und dann die Problematik konsequent auch angehen.

Auch die Prävention ist enorm wichtig. So wie es nicht schadet, alle 5 – 10 Jahre eine Darmspiegelung zu machen, schadet es auch nicht, sich präventiv richtig und mit gesunden Lebensmittel zu ernähren.

Zusammenfassend: Wie immer in einem solch komplexen Gebiet gibt es nicht das abschließende Heilmittel. Krebs ist eine komplizierte Erkrankung und hat nebst den oben beschriebenen Eigenschaften häufig auch psychische Gründe. Auch Kurkuma kann Krebs nicht einfach heilen – ein solches Mittel ist, trotz zum Teil anderslautender Berichte, noch nicht erfunden. Sie sollten jedoch Kurkuma, als einer der wichtigsten Superfoods, in Ihren täglichen Speiseplan, wenn immer möglich einzubauen, um den größtmöglichen präventiven Effekt auf die Krankheit Krebs zu haben.

Eins vorweg: Es sind noch weitere klinische Studien am Menschen erforderlich, um final zu bestätigen, dass der in der Kurkuma Wurzel enthaltene Stoff, Kurkumin, ein wirksames Mittel gegen Krebs ist. Dies kann nach heutigen Gesichtspunkten noch Jahre dauern.

Kurkuma kann aber noch viel mehr.

Die Zauberwurzel aus Asien kann Ihnen nicht nur helfen, Ihren Stoffwechsel zu aktivieren und die Fettverbrennung in Ihrem Körper dadurch anzukurbeln, sie kann auch einen grossen Effekt auf unser Aussehen und unsere Haut haben. Verantwortlich dafür ist ebenfalls Kurkumin, der Hauptwirkstoff in Kurkuma. Kurkumin ist der Grund, warum die Wunderpflanze so breit gefächert auf Ihre Gesundheit einwirken kann. Die Wunderwurzel Kurkuma bzw. Kurkumin kann Ihnen helfen, Haut und Haare von Innen und Aussen zu pflegen und dadurch zu verschönern.

Ist Kurkuma ein wahres Anti-Aging Produkt?

Die Antwort lautet: Ja. Kurkuma enthält ein starkes Antioxidans, welches unsere Zellen vor freien Radikalen schützt. Gerade die freien Radikalen, welche uns beziehungsweise unseren Zellen durch Rauchen, Alkohol, ungesunde Ernährung, Strahlungen, Abgase in der Luft usw. täglich das Leben schwer machen wollen können mit der Kraft von Kurkumin wirkungsvoll bekämpft werden.

Kombinationen von Superfoods wie Apfelessig und Kokosöl sind dabei von Vorteil und sollten ebenfalls in Ihren Ernährungsplan eingebaut werden.

Wie können Sie Kurkuma als Anti-Aging Produkt anwenden?

Für Ihr Gesicht machen Sie ganz einfach eine Kurkuma-Maske. Mischen Sie dabei ein wenig Wasser mit Kurkuma-Pulver und ein wenig Kokosöl und streichen Sie sich die Paste ins Gesicht. Lassen Sie dies rund 15 Minuten einziehen und spülen Sie dieses anschließend mit warmem Wasser ab. Cremen Sie anschließend Ihre Haut nochmals leicht mit natürlichem BIO-Kokosöl ein. Dies gibt Ihrer Haut zusätzlich Feuchtigkeit.

Kurkuma hat aber auch sehr positive Eigenschaften auf Ihre Haare und verleiht diesen neuen Glanz. Hier empfiehlt sich aber nicht, die Haare mit Kurkuma Paste einzustreichen, da Kurkuma ja auch ein Färbemittel ist. Die Stärke und die Kraft von Kurkuma wirken von innen. Dabei wirkt Kurkuma als Antioxidans und schützt die Zellen vor freien Radikalen. Dies wiederum hat einen positiven Effekt auf Ihre Haare. Sie bleiben gesund, dicht und trocknen nicht aus.

Kurkuma hilft Ihnen aber auch weiter bei:

  • Schuppfenflechte (Psoriasis)
  • Juckreiz
  • Sonnenbrand
  • Lästigen und störenden Narben
  • Akne
  • uvm.

Weiter können Sie mit Kurkuma wirkungsvoll:

Schuppen bekämpfen und wie bereits schon erwähnt Haare aufhellen.

Wie Sie sehen lohnt es sich, sich ab sofort näher mit den wunderbaren Eigenschaften von Kurkuma und dessen Wirkstoff Kurkumin auseinanderzusetzen. Kurkuma wird in unseren Breitengraden jedoch selten als Wurzel (sieht der Ingwer Wurzel sehr ähnlich) verkauft. Die Einnahme beschränkt sich auf Kurkumapulver und Nahrungsmittelergänzungsprodukte, welche im Handel heutzutager gut erhältlich sind.

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